Ein Sperber brütet!

Den Sperber, einen unserer kleineren heimischen Greifvögel, bekommt man (zumal in der Stadt) doch eher selten zu Gesicht. Schon Ende Februar, auf dem Weg zum mitttäglichen Kantinenbesuch erlebte ich aber, wie ein Sperber blitzschnell eine in einem noch kahlen Baum sitzende Amsel schlug und anschließend im Gebüsch rupfte! Im März dann war im Innenhof meiner Arbeitsstätte im sogenannten Leitwerk am Münchner Haidenauplatz des Öfteren das typische helle Schreien kleinerer Greifvögel zu hören und irgendwann erzählte mir ein Arbeitskollege, dass da ein Greifvogel im Innenhof Rast machte; Tage später bemerkten wir, dass offenbar ein Sperber-Pärchen ein Nest gebaut hat.

Jetzt wurde es spannend, und kurz vor Ostern lag dann das erste Ei in dem gar nicht so kleinen Nest. Das Weibchen saß aber anfangs nur selten auf dem Ei, nun folgte aber alle zwei Tage ein weiteres und mittlerweile sind es 5 Eier von ca. 3 cm Länge. Jetzt sitzt die Mutter länger auf den Eiern, also hat wohl das Brutgeschäft angefangen. Ein Kollege (der über ein 500-mm-Objektiv verfügt) und ich verfolgen das ganze und versuchen, die Brut zu dokumentieren, was nicht ganz einfach ist, da das Laub der Bäume mittlerweile gut vor allzu großer Neugier schützt... Wir sind schon gespannt, was in drei Wochen sein wird!

Einer unserer Sperber - hier wohl das Männchen, das noch relativ jung zu sein scheint (Federkleid!)

Dienstag nach Ostern: Es liegen schon drei Eier im Nest!

Das Weibchen sitzt jetzt immer länger auf den Eiern, noch ist das Gelege aber anscheinend nicht vollständig.

Das brütende Weibchen

Wir haben noch eine bessere Kameraposition gefunden - inzwischen sind es fünf Eier! (Stand 30.04.2020)

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