Auf der Großglockner-Hochalpenstraße

Um der großen Sommerhitze und dem Touristenstrom im Juni zu entgehen, machten wir uns schon um 3:00 Uhr auf die zweistündige Anfahrt. Pünktlich zur Öffnung der Paßstraße um 5:00 Uhr trafen wir an der Mautstelle im Fuscher Tal ein und waren schon vor Sonnenaufgang am Fuscher Törl, der ersten großen Aussichtsplattform. Die Temperaturen noch sehr frisch, aber keine Menschenseele am Ort, konnten wir das Morgenlicht hier genießen. Schon um 7:00 Uhr kamen wir an der Kaiser-Franz-Josephs-Höhe an und machten die zweistündige Wanderung zu den Gamsgruben, immer ca. 200 Höhenmeter über der Pasterze.

An diesem Gletscher, der immer noch der größte der Ostalpen ist, sieht man in eindrucksvoller Weise, wie weit der Rückgang schon fortgeschritten ist. Die Pasterze verliert zur Zeit ungefähr 50 Meter Länge pro Jahr und ist nur noch halb so lang wie noch in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Man kann von einem sterbenden Gletscher sprechen! Dennoch bleibt ein eindrucksvoller Anblick und die Wanderung in der einsamen Bergwelt birgt immer großartige Erlebnisse.

Auf der Straße war der Touristenstrom am späten Vormittag dann schon gewaltig. Vor allem Horden von dröhnenden Motorrädern sind das, was den Ruhesuchenden erfreut!

Großglockner mit Pasterze um 09:00 Uhr

Am Fuscher Törl gegen 5:30 Uhr

Großglockner (hinten), Sonnenwelleck und Fuscher Karkopf vom Törl

Die Pasterze lag um 7:00 Uhr noch vollständig im Schatten

Gewaltige Eisabbrüche des Hufeisenbruchs

Die Mankeis sind allgegenwärtig

Bei der Rückkehr zur Franz-Josephs-Höhe hatte die Sonne den Gletscher erreicht

Der Ausblick vom Fuscher Törl im Mittagslicht

Am Fuscher Törl

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